Schüttgut Handling
Optimales Zementhandling für weltweite Baustellen
Weltweit werden jedes Jahr über zwei Millionen Tonnen Zement produziert und verarbeitet. Die Nachfrage nach zuverlässigen und innovativen Zementumschlaganlagen ist groß. Als einer der weltweit wenigen spezialisierten Planer und Anlagenbauer gilt die deutsche Firma Telschig, die seit mehr als 30 Jahren auf dem Markt ist. Wo immer Zement produziert und verarbeitet wird, ist Telschig vor Ort.
Abu Dhabi, Dubai: Das Thermometer zeigt weit über 40 Grad an. Die lähmende Hitze lässt jede Anstrengung zur Qual werden. Dennoch herrscht auf der Großbaustelle am Stadtrand Hochbetrieb. 75 Kubikmeter Frischbeton werden hier pro Stunde produziert und verarbeitet. Dafür benötigt die Betonmischanlage alle 60 Minuten rund 25 Tonnen Zement. Für das Zementhandling stellt dies eine echte Herausforderung dar. "Die Entleer- und Förderleistung einer Zementumschlagsanlage richtet sich nach der Kapazität der Betonmischanlage und des damit benötigten Zementanteils", erklärt Horst Telschig, Geschäftsführer der Telschig Verfahrenstechnik GmbH, das logistische Prinzip. Die Erfahrung des deutschen Anlagenbauers ist enorm, denn überall auf der Welt, wo Zement oder andere mineralische Rohstoffe hergestellt, gemischt, verladen oder entladen werden, kommen die Zementumschlaganlagen der Firma Telschig zum Einsatz. Seit 1973 ist das Unternehmen mit Sitz im deutschen Murrhardt (bei Stuttgart) im Bereich Anlagenbau tätig. Im Laufe der Jahre erfolgte eine Spezialisierung auf die Bereiche Lagerung, Transport und Umschlag von Schüttgütern in unterschiedlichsten Industriebereichen. 1975 begann Telschig mit der Konzeption, Konstruktion, Fertigung und dem Marketing von Zementumschlaganlagen für den Einsatz auf Baustellen. Inzwischen ist Telschig weltweit aktiv und gilt in der Branche als einer der Technologieführer auf diesem Gebiet.
Anlagen für den Zementumschlag müssen höchst unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Häufig befinden sich Baustellen in Regionen mit einer minimal entwickelten Infrastruktur. Für den losen Zementtransport mangelt es oftmals an Silofahrzeugen oder geeigneten Straßen. In solchen Fällen sind Alternativen erforderlich. "Die weltweite Zementproduktion liegt bei ca. 2,2 Millionen Tonnen im Jahr. Davon werden etwa 35 bis 40 Prozent in Säcke abgefüllt, etwa 10 bis 20 Prozent in sogenannte Big-Bags, Behälter mit einem Fassungsvermögen von einer bis eineinhalb Tonnen, und der Rest kommt direkt in Silofahrzeuge oder Eisenbahnwaggons", erläutert Horst Telschig. Der Transport zur Baustelle erfolgt dann oft über mehrere hundert Kilometer Entfernung. Kommen die Säcke, Big-Bags, Silocontainer oder Eisenbahnwaggons an, müssen die unterschiedlichsten Verpackungen auf der Baustelle in die Lager- oder Arbeitssilos an der Betonmischanlage entleert werden – und dies möglichst staubfrei.
Auf diese vielfältigen Herausforderungen und die wechselnden Bedingungen reagierte Telschig mit der Entwicklung standardisierter Entleer- und Fördersysteme mit Leistungen von 10, 18, 25, 35 und 55 Tonnen pro Stunde. Die maximalen Förderwege der Standardanlagen betragen dabei 20 Meter horizontal und vertikal. "Für größere Distanzen konzipieren wir Sonderanlagen, basierend auf erprobten Bauteilen", so Geschäftsführer Telschig. Ob die Entleerung der Fördermengen maschinell oder manuell erfolgen kann, hängt vom Gewicht der Säcke ab. Bei entsprechendem Personaleinsatz kann die Entleerung von sogenannten Kleingebinden mit einem Gewicht von 25 bis 50 kg pro Stunde bis zu einer Leistung von ca. 400 Säcken pro Stunde noch manuell erfolgen. Für darüber liegende Mengen empfehlen die Experten von Telschig eine automatische Sackentleerung. Dafür existieren geeignete Sackentleermaschinen, die bei den Big-Bags grundsätzlich zum Einsatz kommen. Die Kapazität der Big-Bag Entleerung und Öffnung orientiert sich an der Handhabung auf der Baustelle. "Erfahrungsgemäß werden für das Handling eines Big-Bags, das heißt Transport zur Entleerstelle, Öffnung, Entleerung und Beseitigung des leeren Big-Bag, rund drei Minuten benötigt", so Telschig. Somit können rund 20 bis maximal 25 Big-Bags pro Stunde und Station entleert werden. Bei einem Fassungsvermögen von ein bis eineinhalb Tonnen pro Big-Bag entspricht dies einer Gesamtleistung von 20 bis 30 Tonnen in der Stunde.
Auf Baustellen in geografisch schwer zugänglichen Regionen kommt häufig die pneumatische Förderung des Zements zum Einsatz. Hierbei ist allerdings die Zementanlieferung nicht kontinuierlich möglich, so dass zusätzliche Lagerkapazitäten in Form von Lagersilos geschaffen werden müssen. Aus diesen wird der Zement mittels eines pneumatischen Verfahrens in die Arbeitssilos an der Betonmischanlage gefördert. Auch für dieses Verfahren hat Telschig ein komplett standardisiertes Maschinen- und Anlagenprogramm entwickelt, das Leistung und Wirtschaftlichkeit optimal verbindet. Einen zuverlässigen Betrieb der pneumatisch arbeitenden Zementumschlaganlagen gewährleistet Telschig, indem die Rohrleitungen in Folge einer Luftförderung freigeblasen werden, so dass keine Ablagerungen entstehen können.
Die einzelnen Programm-Komponenten lassen sich, je nach Anforderung, schnell und problemlos zu perfekt aufeinander abgestimmten Systemen kombinieren. Dabei sind die einzelnen Schnittstellen derart konzipiert, dass eine objekt- und aufgabenbezogene Problemlösung auch kurzfristig möglich ist und aufwendige Änderungen entfallen. Horst Telschig: "Mit unserem Programm bieten wir spezifische Problemlösungen und setzen höchste Maßstäbe, die sich auf einen international erprobten technologischen Standard und auf langjährige Erfahrungen unserer Techniker und Mitarbeiter begründen".
Eine weitere Besonderheit der Maschinen- und Anlagensysteme von Telschig bildet ihre Multifunktionalität. So sind die einzelnen Bauteile und Komponenten auch für alle anderen mineralischen Rohstoffe einsetzbar, die in der Bauindustrie Verwendung finden, zum Beispiel Kalk, Gips, Flugasche, Betonit, Microsilica, Puzzollan etc. Die Anwendung des Telschig-Bauteilesystems setzt lediglich voraus, dass es sich um fließ- und rieselfähige Schüttgüter mit einem Gewicht von 0,6 bis 2,0 Kilogramm pro Liter handelt und dass die Korngröße nicht über 1,0 Millimeter liegt. Insbesondere unter wirtschaftlichen Aspekten ist diese flexible Verrwendbarkeit höchst interessant.
Von großem Vorteil ist auch, dass sämtliche Maschinen- und Anlagenteile auf dem Erdboden (±0) montiert werden, wodurch eine kurzfristige Montage sichergestellt ist. Service und Wartung finden ebenfalls auf diesem Niveau statt. Da es sich um ein Systemprogramm handelt, das unabhängig von den Anforderungen einer Baustelle eingesetzt wird, können die für einen bestimmten Bedarfsfall generierten Komponenten auch nach Beendigung einer Baustelle auf einer anderen erneut eingesetzt werden. Telschig garantiert, dass für sämtliche Bauteile kurzfristig Ersatz- und Verschleißteile zur Verfügung stehen. In vielen Fällen liefert das Unternehmen das Verschleiß- und Ersatzteilpaket gleich mit und ermöglicht dadurch die kontinuierliche Betriebsbereitschaft der Anlage.
"Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung bieten wir unseren Kunden heute ein Gesamtprogramm an, das technisch robust ist und sich insbesondere auf Baustellen bestens bewährt hat. Die Anlagen garantieren eine hohe Verfügbarkeit und arbeiten seit vielen Jahren auch unter klimatisch extremen Bedingungen erfolgreich", so Geschäftsführer Telschig.
Telschig hat die passende Lösung für Ihre Anforderungen.
