Zwischen Gold und Sand
Telschig liefert Anlage nach Abu Dhabi aus
Der Bauboom in den Vereinigten Arabische Emiraten erlebt derzeit einen noch nie da gewesenen Aufschwung. Gerade Abu Dhabi entpuppt sich als neues Mekka der Bauindustrie. Besonders deutsche Bauunternehmer, Ingenieure und Hersteller sind bei den Scheichs gefragt. Denn der Ruf der Deutschen, besonders zuverlässig und ordentlich zu sein sowie qualitativ hochwertige Produkte herzustellen, ist auch bis ins Land „aus 1000 und einer Nacht“ vorgedrungen. Die Telschig Verfahrenstechnik GmbH gehört zu den Auserwählten und lieferte vor einigen Monaten zwei BIG-BAG Entleer- und Förderanlagen für Zement, Microsilica und Flugasche nach Abu Dhabi aus.
Es ist sieben Uhr morgens, als Fritz Höntzsch, Supervisor der Telschig Verfahrenstechnik GmbH, das Hotel in Abu Dhabi verlässt. Er macht sich auf den Weg zur Großbaustelle der Firma XTRAMIX, die sich etwa eine Autostunde entfernt am Stadtrand von Abu Dhabi befindet. Bereits jetzt zeigt das Thermometer 30 Grad Celsius an.
Auf der Baustelle angekommen, nimmt der gelernte Schlosser/Schweißer und Maschinenbaumeister Kontakt mit dem zuständigen Anlagen-Manager auf, um alle Rahmenbedingungen der Montage zu klären. „Es war staubig, heiß und der Wind hat den Sand in die Augen getrieben. Nicht gerade die besten Arbeitsbedingungen, aber wir nehmen jede Herausforderung an“, erzählt Höntzsch.
Trotz der schwierigen Bedingungen herrschte auf der Großbaustelle Hochbetrieb. 75? Kubikmeter Frischbeton wurden dort pro Stunde produziert und verarbeitet. Dafür benötigte die Betonmischanlage alle 60 Minuten rund 25 Tonnen Zement – eine echte Herausforderung für das Zementhandling. Genau hier sollten die BIG-BAG Entleer- und Förderanlagen von Telschig zum Einsatz kommen. „Mit einer Förderleistung von zehn Tonnen pro Stunde für Microsilica und 25 Tonnen pro Stunde für Zement und Flugasche waren die Anlagen bestens für die Bedingungen vor Ort ausgelegt“, erklärt Höntzsch.
Da die beiden Anlagen eine Gesamthöhe von fünf Metern aufwiesen, musste ein Autokran beschafft werden, um die Einzelkomponenten der Anlagen fachgerecht montieren zu können. Danach folgte die Einweisung des Hilfspersonals von XTRAMIX. „Da für die Montage und Inbetriebnahme der Anlagen nur zwei Tage eingeplant waren, musste die Einweisung schnell und trotzdem detailliert erfolgen. Daher ist es besonders wichtig, qualifizierte Mitarbeiter zur Seite zu haben, die die Anweisungen sofort fachgerecht umsetzen können“, erklärt Höntzsch.
Die weitere Vorgehensweise auf der Baustelle verläuft meist nach demselben Schema: Ist die Montage abgeschlossen, wird die Anlage mittels eines Trockenlaufes, d.h. ohne Produkt, getestet. Hat die Anlage den ersten Test bestanden, erfolgt ein erneuter Durchlauf, dieses Mal mit dem entsprechenden Produkt, wie Microsilica oder Flugasche. Nachdem die Funktion der Anlage zur Zufriedenheit des Kunden gewährleistet werden konnte, wird ein Abnahmeprotokoll erstellt und vom Kunden unterschrieben.
Nach insgesamt drei arbeitsintensiven Tagen unter der heißen Sonne der Vereinigten Arabischen Emiraten trat Fritz Höntzsch die Heimreise in Richtung Deutschland an. „Körperlich sind diese Einsätze im Ausland durch die langen Flugstrecken, extreme klimatische Bedingungen und die Zeitumstellung eine echte Herausforderung“, berichtet Höntzsch.
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